Lebensgefährliche Arzneimittelfälschungen
Immerhin machen Arzneimittelfälschungen bereits rund 15 Prozent des Pharma-Welthandels aus – Tendenz steigend. Am meisten boomt der Handel im Internet. Weltweit an erster Stelle stehen Lifestyle-Präparate (Erektionsmittel, Medikamente zum Abnehmen und Mittel gegen Haarausfall), gefolgt von Doping-Substanzen (z.B.Anabolika), Narkotika und psychotropen Substanzen.
Gefährlicher Internet-Handel
„Fehlende Inhaltsstoffe, Verunreinigungen und falsche Dosierungen dieser Arzneimittel können schwere Nebenwirkungen verursachen und sogar zum Tod führen“, beschreibt AGES-PharmMed-Leiter Univ.-Prof. Dr. Marcus Müllner die Gefahren von Arzneimittelfälschungen. Gesundheitsminister Alois Stöger erklärt: „Wir merken, dass gerade dubiose Vertriebswege im Internet mit Arzneimitteln boomen, ohne dass die Sicherheit gewährleistet werden kann. Es ist bedenklich, dass die Zahl der Fälschungen steigt.“ Gefälschte Arzneimittel werden auch als Schmuggelware über den Schwarzmarkt vertrieben.
Sichere Medikamente aus österreichischen Apotheken
In Österreich ist dank der engen Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen – Hersteller, Großhandel, Apotheken und Behörden – die legale Versorgungskette frei von Arzneimittelfälschungen. Medikamente aus österreichischen Apotheken sind absolut sicher.
Im Kampf gegen die Arzneimittelkriminalität arbeiten zwei Institute der AGES PharmMed eng zusammen: das Arzneimittelkontrolllabor (Official Medicines Control Laboratory, OMCL) und die Medizinmarktüberwachung. 2009 wurden vom OMCL insgesamt 593 Proben von illegalen Arzneimitteln untersucht. Sie betrafen vor allem den Dopingbereich und waren zu 95 Prozent für Hobbysportler gedacht. 2008 waren es 220 Proben.
Informationstag der AGES PharmMed „Gemeinsam gegen Arzneimittelfälschungen" am 23. April 2010, 9:00 bis 20:30, Zimmermanngasse 3, 1090
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
www.basg.at
Medikamente aus dem Internet
Letzte Aktualisierung: 19. April 2010
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal